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Genussvoll und vital: Wie kluge Ernährung vor Multimorbidität schützt – Eine Warnung vor hochverarbeiteten Lebensmitteln

Eine aktuelle europaweite Studie beleuchtet den alarmierenden Zusammenhang zwischen dem Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel und einem erhöhten Risiko für Multimorbidität. Dieser Artikel erklärt die wissenschaftlichen Hintergründe und bietet praktische Ansätze für eine gesündere Ernährungsweise. …

(aktualisiert am 25. September 2026)•Von der KI-Redaktion basierend auf rudolphina.univie.ac.at
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Genussvoll und vital: Wie kluge Ernährung vor Multimorbidität schützt – Eine Warnung vor hochverarbeiteten Lebensmitteln (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert
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Bei „Genuss wirkt!“ glauben wir fest daran: Ernährung ist weit mehr als bloße Kalorienzufuhr. Sie ist die Quelle unserer Lebensenergie, Motor unserer Gesundheit und Ausdruck von Genusskultur. Aktuelle Forschungsergebnisse unterstreichen einmal mehr, wie entscheidend unsere täglichen Essgewohnheiten für unser langfristiges Wohlbefinden sind. Insbesondere eine Kategorie von Lebensmitteln rückt dabei immer stärker in den Fokus der Wissenschaft – jene, die in vielen Haushalten bereits fest etabliert ist.

Eine jüngst im renommierten Fachjournal „The Lancet Regional Health – Europe“ veröffentlichte Studie, an der Forscherinnen und Forscher um Reynalda Córdova vom Department für Ernährungswissenschaften der Universität Wien in Zusammenarbeit mit der International Agency for Research on Cancer (IARC) beteiligt waren, wirft ein wichtiges Licht auf die potenziellen Risiken dieser Lebensmittel. Die Ergebnisse sind ein Weckruf, der uns alle betrifft und uns dazu anregt, unsere täglichen Entscheidungen auf dem Teller bewusster zu treffen.

Was sind hochverarbeitete Lebensmittel (UPFs) und warum stehen sie in der Kritik?

Die Abkürzung UPFs steht für „Ultra-Processed Foods“ – hochverarbeitete Lebensmittel. Hierbei handelt es sich nicht um eine willkürliche Einteilung, sondern um eine wissenschaftlich fundierte Klassifikation, bekannt als das NOVA-System, welches Lebensmittel nach ihrem Verarbeitungsgrad einordnet. Während Gruppe 1 frische oder minimal verarbeitete Lebensmittel (z. B. frisches Obst, Gemüse, Fleisch) umfasst und Gruppe 2 verarbeitete Küchenzutaten (z. B. Öle, Zucker) bezeichnet, gehören zu Gruppe 3 industriell verarbeitete Lebensmittel (z. B. Konserven, Brot aus wenigen Zutaten).

Hochverarbeitete Lebensmittel, also die Gruppe 4, zeichnen sich durch mehrere Merkmale aus: Sie sind meist Produkte industrieller Rezepturen, die aus Zutaten bestehen, die wir in der heimischen Küche kaum verwenden würden. Dazu gehören isolierte Stärken, hydrierte Fette, Molkenpulver sowie eine Fülle von Zusatzstoffen wie Geschmacksverstärker, Emulgatoren, Farbstoffe und künstliche Süßstoffe. Ihre lange Zutatenliste ist oft ein Indikator. UPFs sind so konzipiert, dass sie extrem schmackhaft (hyperpalatabel), bequem zu konsumieren und lange haltbar sind. Sie sind oft preisgünstig und allgegenwärtig im Supermarkt, im Fast-Food-Restaurant oder als Fertiggericht.

Die Kritik an UPFs reicht über ihren oft geringen Nährwert hinaus. Es geht um die Art und Weise, wie sie hergestellt werden und welche Auswirkungen die Kombination der einzelnen Bestandteile und ihre physikalische Struktur (die sogenannte „Lebensmittelmatrix“) auf unseren Körper hat. Sie werden oft schnell verdaut, beeinflussen unsere Sättigungshormone negativ und können durch ihre chemische Zusammensetzung Entzündungsprozesse im Körper fördern sowie das Mikrobiom im Darm – unsere „guten“ Bakterien – ungünstig verändern.

Das wissenschaftliche Fundament: Wie UPFs das Risiko für Multimorbidität erhöhen können

Die bereits erwähnte Studie von Reynalda Córdova und ihrem Team liefert dazu signifikante Erkenntnisse. Die Forscherinnen und Forscher analysierten Daten von über einer Viertelmillion Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus sieben europäischen Ländern. Das Ergebnis ist alarmierend und klar: Ein hoher Konsum bestimmter hochverarbeiteter Lebensmittel ist signifikant mit einem erhöhten Risiko verbunden, an mehreren chronischen Krankheiten gleichzeitig zu leiden – der sogenannten Multimorbidität. Multimorbidität bedeutet nicht nur eine reduzierte Lebensqualität, sondern auch eine erhebliche Belastung für das Gesundheitssystem und birgt komplexere Behandlungsherausforderungen.

Besonders hervorzuheben ist der Zusammenhang zwischen hohem UPF-Konsum und dem Risiko für Krebserkrankungen sowie kardiometabolische Leiden, wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck. Wissenschaftler vermuten, dass die in UPFs enthaltenen Zusatzstoffe und die Auswirkungen auf den Stoffwechsel – etwa durch schnellen Blutzuckeranstieg, chronische Entzündungen und eine gestörte Darmbarriere – diese Krankheitsentstehung begünstigen können. Was diese Studie zudem besonders hervorhebt: Das erhöhte Risiko betrifft uns alle, unabhängig von Geschlecht, Rauchstatus oder dem jeweiligen europäischen Land. Der Schutz unseres Körpers durch bewusste Ernährung ist ein universelles und dringliches Thema.

Der alltägliche Spagat: Bequemlichkeit versus Gesundheit – die Rolle von UPFs in unserem Leben

Die Beliebtheit hochverarbeiteter Lebensmittel ist kein Zufall. Sie versprechen maximale Bequemlichkeit in einem oft hektischen Alltag. Sie sind schnell zubereitet, oft sogar direkt essfertig, und erfordern keine besonderen Kochkenntnisse. Der Preis ist oft ein weiterer Faktor, der sie attraktiv erscheinen lässt, insbesondere im Vergleich zu frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln, die manchmal teurer und aufwendiger in der Zubereitung sind.

Diese Bequemlichkeit hat jedoch ihren Preis. Der regelmäßige Konsum von UPFs kann dazu führen, dass wir das Kochen mit frischen Zutaten verlernen oder vernachlässigen. Unsere Geschmacksknospen gewöhnen sich an die intensiven Süße-, Salz- und Fettschmecker, was uns weniger empfänglich für die subtileren Aromen naturbelassener Lebensmittel macht. So verdrängen UPFs nach und nach vollwertige, nährstoffreiche Lebensmittel von unserem Speiseplan und tragen zu einem unausgewogenen Ernährungsprofil bei.

Genussvoll gegensteuern: Praktische Wege zu einer vollwertigen und nachhaltigen Ernährung

Diese Erkenntnisse sollen keine Panik schüren, sondern vielmehr ermutigen. Sie zeigen uns klar auf, wie viel wir selbst für unsere Gesundheit und Lebensqualität tun können. Es geht nicht um Dogma oder Verzicht, sondern um eine bewusste Bereicherung unseres Speiseplans mit Lebensmitteln, die uns wirklich guttun und uns nachhaltig mit Energie versorgen.

Bewusste Einkaufsentscheidungen treffen

Der erste Schritt beginnt im Supermarkt. Schauen Sie sich die Zutatenlisten an. Je kürzer und verständlicher sie ist, desto besser. Konzentrieren Sie sich auf die Frischeabteilungen – Obst, Gemüse, unverarbeitetes Fleisch oder Fisch und Milchprodukte. Diese Bereiche sind in der Regel die Quellen für naturbelassene Lebensmittel. Vermeiden Sie Produkte mit langen Listen unbekannter Zusatzstoffe.

Die eigene Küche als Herzstück der Gesundheit

Kochen muss nicht kompliziert sein. Entdecken Sie die Freude am Zubereiten einfacher, frischer Mahlzeiten. Meal Prepping – das Vorkochen für mehrere Tage – kann eine große Hilfe sein, um auch in stressigen Zeiten auf Fertigprodukte zu verzichten. Experimentieren Sie mit frischen Kräutern und Gewürzen anstelle von Geschmacksverstärkern, um Ihren Gerichten Tiefe zu verleihen.

Die Fülle der Natur entdecken: Pflanzenbetont essen

Eine Ernährung, die stark auf pflanzlichen Lebensmitteln basiert, ist von Natur aus reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen – all jenen Komponenten, die unserem Körper optimal dienen. Reduzieren Sie den Anteil von Fleisch und Fleischprodukten und entdecken Sie die unglaubliche Vielfalt pflanzenbasierter Gerichte mit Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen. Diese sind nicht nur gut für Sie, sondern auch für unseren Planeten.

  • Eigene Mahlzeiten zubereiten: Kochen Sie so oft wie möglich frisch. So haben Sie die volle Kontrolle über die Zutaten.
  • Zutatenlisten lesen: Achten Sie auf kurze Listen und bekannte Zutaten.
  • Fokus auf unverarbeitete Lebensmittel: Füllen Sie Ihren Einkaufswagen hauptsächlich mit Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen.
  • Zucker, Salz und ungesunde Fette reduzieren: Viele UPFs enthalten diese in großen Mengen. Ersetzen Sie diese durch natürliche Süße aus Früchten, Kräuter und Gewürze.
  • Wasser trinken: Ersetzen Sie zuckerhaltige Getränke durch Wasser, ungesüßten Tee oder Infused Water.

Fazit: Eine Investition in unsere genussvolle und gesunde Zukunft

Jeder Bissen ist eine Entscheidung für unsere Gesundheit. Die Erkenntnisse über hochverarbeitete Lebensmittel sind eine wertvolle Erinnerung daran, dass wir mit bewussten Entscheidungen am Esstisch aktiv unsere Zukunft gestalten können. Es geht darum, Genuss und Gesundheit nicht als Gegensätze zu sehen, sondern sie miteinander zu verbinden – durch eine Ernährung, die unserem Körper Gutes tut und gleichzeitig unsere Sinne verwöhnt. Lassen Sie uns gemeinsam diesen Weg gehen und mit jedem bewussten Teller zu mehr Wohlbefinden, Vitalität und purem Genuss finden!

Häufige Fragen

Was sind hochverarbeitete Lebensmittel (UPFs) genau?

Hochverarbeitete Lebensmittel (UPFs) sind industrielle Produkte, die aus isolierten Nährstoffen und zahlreichen Zusatzstoffen bestehen, die in der heimischen Küche nicht verwendet werden. Sie sind meist hyperpalatabel, bequem und lange haltbar, aber arm an Ballaststoffen und Mikronährstoffen, während sie oft viel Zucker, Salz und ungesunde Fette enthalten.

Wie erkenne ich hochverarbeitete Lebensmittel im Supermarkt?

Sie erkennen UPFs oft an langen Zutatenlisten mit vielen unbekannten Begriffen (z.B. Emulgatoren, Stabilisatoren, künstliche Aromen). Sie sind meist stark beworben, praktisch verpackt (z.B. Fertiggerichte, Snacks, zuckerhaltige Getränke) und haben oft eine lange Haltbarkeit. Achten Sie auf das NOVA-System, auch wenn es nicht direkt auf Produkten gekennzeichnet ist.

Welche Krankheiten können durch den Konsum von UPFs begünstigt werden?

Studien zeigen, dass ein hoher Konsum von UPFs das Risiko für Multimorbidität erhöht, also das gleichzeitige Auftreten mehrerer chronischer Krankheiten. Dazu gehören insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und bestimmte Krebserkrankungen, da UPFs Entzündungen und Stoffwechselstörungen fördern können.

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Quelle für die KI-Redaktion:

rudolphina.univie.ac.at
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